Sonntag, 9. Juli 2017

{Rezension} Sag kein Wort von Raphael Montes

Hallo Bücherfreunde. Ich habe vor kurzem "Sag kein Wort von Raphael Montes" gelesen und muss sagen, dass ich mit so einer Gesichte überhaupt nicht gerechnet habe. Doch kommen wir doch erst einmal zu den Fakten. 



Verlag: Limes
Genre: Thriller
Übersetzung: Kirsten Brandt
Preis: 19,99€ (D)
Seitenanzahl: 320
Format: Gebunden 
ISBN: 978-3809026785
Erscheinungsdatum: 26.06.2017

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Das erste was einem bei diesem Buch ins Augen springt ist das Cover! Ich finde das Cover sehr gut gestaltet, denn diese eindringlich blauen Augen, ziehen einen sofort in seinen Bann. Der Autor sagte mir an sich nichts, doch der Klappentext klang viel versprechend, also musste ich das Buch einfach lesen.
Téo wirkt auf andere Menschen sehr in sich gekehrt und ist auch lieber in einem Anatomiesaal, als unter richtigen Menschen. Er schafft es nicht, Empathie für andere auf zu bringen, wie z.B. seine behinderte Mutter. 
Erst als er Clarice auf einer Party trifft, bekommt man als Leser das Gefühl, als wüsste er doch was Empathie ist. 
Doch schnell erkennt man, dass Téo in seiner eigenen Welt lebt. 

... aber er hatte ihre Handynummer, und das machte sie doch gewissermaßen schon zu einem Paar.  ( S.23)
Téo versteht nicht, dass die Entführung von Clarice nicht der weg in ihr Herz ist, - auch wenn er dieses glaubt. 

Beide Charaktere sind für mich keine Sympathieträger, denn in vielen Situationen konnte ich einige Gedanken und Handlungswege überhaupt nicht nachvollziehen. Téo ist ein Charakter den man auch nur sehr schwer einschätzen kann, denn er ist manipulativ und reagiert in extrem Situationen immer wieder anders. 
Clarice ist zwar eine sehr starke Persönlichkeit und sie lässt sich von Téo auch nicht unterkriegen, jedoch fand ich sie in einigen Momenten einfach "verrückt"! 

Das Buch fängt ruhig und beschaulich an und steigert sich dann immer mehr. Man könnte fast sagen, es ist wie eine Achterbahnfahrt, die langsam hochfährt und dann kaum noch nach unten kommt.
Besonders gut haben mir die unvorhersehbaren Wendungen und das Ende gefallen. Denn auf so ein Ende wäre ich niemals gekommen. 

Nicht so gut gefallen hat mir, dass die Gesichte aus der 3. Person Singular erzählt wird. Ich denke, es wäre interessanter und noch spannender gewesen, wenn man die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Téo und Clarice erzählt hätte. 

Alles in allem, ist das Buch aber eine klare Kaufempfehlung von mir. Vielen lieben Dank an den Limes Verlag, für das Rezensionsexemplar.




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